Klarheit schaffen, was beruflich möglich ist

Rehabilitationskliniken und spezialisierte Abklärungszentren, wie z.B. das Zentrum für Berufliche Abklärung in Luzern, führen spezielle Abklärungs- und Arbeitstrainingsprogramme für Menschen mit einer Hirnverletzung durch. Dabei werden die Betroffenen sorgfältig auf den beruflichen Wiedereinstieg vorbereitet.

Wie gestaltet sich der Berufseinstieg?

Manchmal scheint eine Rückkehr in die bisherige Arbeit zwar ungewiss, aber nicht undenkbar.  Die betroffene Person ist davon überzeugt, dass sie die bisherige Tätigkeit wieder voll ausüben kann, auch wenn dies für das Umfeld unrealistisch scheint. Dann kann ein Arbeitsversuch am bisherigen Arbeitsplatz Klarheit schaffen. Dort muss eventuell das bisherige Aufgabengebiet an die jetzige Leistungsfähigkeit angepasst werden. Es kann sein, dass der/die Betroffene zur Angewöhnung vorerst einige Zeit stundenweise in den Betrieb zurückkehrt, im Rahmen eines therapeutischen Arbeitsversuchs. Eventuell sind auch bauliche Anpassungen (z.B. bei Rollstuhlfahrern) und Hilfsmittel (z.B. Schriftvergrösserungsprogramm am PC) notwendig. Wünschenswert ist eine Begleitung des/der Betroffenen durch eine Fachperson, die sich mit den Folgen von Hirnverletzung auskennt.

 

Falls ein Arbeitsversuch scheitert, sollte der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer kündigen. Zudem ist es wichtig, dass bei der IV sofort eine Anmeldung für berufliche Integrationsmassnahmen erfolgt. Eventuell kann eine berufliche Abklärung beim Zentrum für berufliche Abklärung (ZBA) in Luzern erfolgen. Das ZBA ist eine Arbeits- und Abklärungsstelle zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit einer Hirnverletzung oder anderen neurologischen Erkrankungen. Dort erhalten Menschen aller Berufsgruppen Unterstützung bei der Arbeitsintegration an einer bestehenden Arbeitsstelle sowie verschiedene Dienstleistungen zur beruflichen Wiedereingliederung.