"FRAGILE Runners" an der SOLA-Stafette

Erlebnisbericht von Corsin Boxler (Teammitglied der FRAGILE Runners)

 

Am 6. Mai 2017 fand in Zürich zum 44. Mal die SOLA-Stafette des Akademischen Sportverbandes statt. Mit circa 1'000 teilnehmenden Teams und rund 14'000 Läuferinnen und Läufern ist die SOLA-Stafette der grösste Hochschulsportanlass der Schweiz. Ein 14-köpfiges Laufteam bewältigt eine Gesamtstrecke von 114.2 km und eine Höhendifferenz von 2'645 m.

In diesem Jahr trat unser Team "FRAGILE Runners" für FRAGILE Suisse an. Das Team bestand aus 3 Läuferinnen und 11 Läufern im Alter zwischen 25 und 30 Jahren. Die meisten Teammitglieder kennen einander bereits seit vielen Jahren und begeistern sich seit jeher für den Laufsport. Als wir das Team im Dezember 2016 gründeten, stand für uns relativ schnell fest, dass wir für einen guten Zweck antreten möchten. Da uns das Thema Hirnverletzung sehr nahe steht, bot sich die Zusammenarbeit mit FRAGILE Suisse geradezu an. Der Entscheid kam dabei nicht von ganz ungefähr, zumal zwei Teammitglieder ihren Zivildienst bei FRAGILE Suisse absolviert hatten.

 

 

Die Vorbereitung hatte bei den meisten Teammitgliedern bereits einige Monate im Voraus begonnen. Anfänglich trainierte noch jede und jeder für sich und in den letzten Wochen vor dem Anlass absolvierten wir auch einzelne Gruppentrainings. Zum Beispiel nahmen wir uns gemeinsam die Strecke Buchlern-Uetliberg vor, die es mit einer Steigung von 415 hm wahrlich in sich hat. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick über Zürich belohnt und stiessen mit einem erfrischenden Panaché auf unsere tolle Leistung an. Ein andermal joggten wir auf einer wunderschönen Strecke der Limmat entlang, die zwar weniger Steigung aufwies, jedoch mit rund 9 km nicht weniger anstrengend war.

 

 

Das Wetter am Lauftag war durchzogen. Nachdem es am Morgen bewölkt war, schien gegen Mittag und am Nachmittag mehrheitlich die Sonne, bevor es am frühen Abend stark zu regnen begann. Nichtsdestotrotz starteten wir gut ins Rennen und konnten uns auf den ersten 2 Stecken bis auf Rang 233 vorkämpfen. Die Konkurrenz war auch sehr stark, weshalb wir auf den darauffolgenden 7 Strecken ins hintere Drittel zurückfielen. Wir hatten jedoch noch einige Asse resp. Läuferinnen und Läufer im Ärmel, dank welcher wir uns wieder in die vordere Hälfte zurückkämpfen konnten. Letztendlich landeten wir mit einer Gesamtzeit von 10:23:17 Std auf dem 607. Platz. Viel wichtiger waren uns jedoch die Herausforderung und die Freude am Laufen, welche jede und jeder im Team hatte. Gleichzeitig konnten wir mit unseren auffälligen gelben Shirts auf das Thema Hirnverletzung und FRAGILE Suisse aufmerksam machen. Was will man mehr? Und so bleibt uns die SOLA-Stafette 2017 - abgesehen vom Muskelkater - in bester Erinnerung und wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr.