Unsichtbare Folgen

Die unsichtbaren Behinderungen werden von vielen hirnverletzten Menschen als die grösste Belastung bezeichnet. Während körperliche Einschränkungen leichter einzuordnen sind, bleiben die unsichtbaren Beeinträchtigungen nicht selten eine Herausforderung für das ganze Leben. Sie geben auch den Angehörigen oft die grössten Rätsel auf.

Unsichtbare Beeinträchtigungen äussern sich je nach Person sehr individuell. Die folgenden Beispiele können im Einzelfall ganz fehlen oder es können andere Veränderungen dazu kommen.

 

Aufmerksamkeit, Konzentration und Ermüdung

  • Ermüdet sehr schnell und braucht viele Pausen
  • Fühlt sich schnell gestresst und ist leicht reizbar

Gedächtnis

  • Vergisst Termine, verlegt regelmässig Sachen
  • Erinnert sich nicht an gemeinsame Erfahrungen

Planung und Umsetzung

  • Hat Schwierigkeiten, eine Aufgabe zu beginnen oder zu Ende zu führen
  • Trifft Entscheidungen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken

Denken und Umstellfähigkeit

  • Hat Mühe, sich auf Neues einzustellen
  • Versteht Ideen und Meinungen anderer nur schwer

Selbstkontrolle im Sozialverhalten

  • Erkennt eigene Fehler nicht, überschätzt sich
  • Kann eigene Impulse nicht kontrollieren und verhält sich unangemessen

Emotionales Befinden 

  • Wechselt oft die Gemütslage
  • Fühlt sich gelangweilt, unruhig, traurig oder unbehaglich

Sprache, Kommunikation

  • Versteht Zusammenhänge nicht
  • Kann einer Diskussion nicht folgen

Weiterführende Informationen

Die Broschüre "Unsichtbare Behinderungen nach einer Hirnverletzung" ist erhältlich als PDF oder in gedruckter Form in unserem Shop.