Geschichte

Seit über 20 Jahren hilft FRAGILE Suisse Menschen mit einer Hirnverletzung und ihren Angehörigen mit Beratung, Kursen, Begleitetem Wohnen und Hilfe zur Selbsthilfe.

2015

FRAGILE Suisse feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

2013

FRAGILE Suisse ist mit 11 Regionalen Vereinigungen in der ganzen Schweiz verankert. Die Regionalvereinigungen zählen insgesamt über 5600 Mitglieder. Rund 30'000 Spenderinnen und Spender unterstützen FRAGILE.

2005

Das Angebot "Begleitetes Wohnen" wird ausgeweitet und fest ins Angebot übernommen. Damit trägt FRAGILE Suisse dazu bei, dass Betroffene daheim statt im Heim wohnen können und sich so ihre Selbstständigkeit erhalten können. Eine Wohnbegleiterin unterstützt den oder die Betroffene bis zu drei Stunden pro Woche bei administrativen Fragen, der Budgetplanung, im Haushalt, beim Einkauf oder bei Behördenkontakten.

2003

Der telefonische Beratungsdienst wird von der "Helpline" abgelöst, der telefonischen Gratis-Beratung von FRAGILE Suisse unter der Nummer 0800 256 256. Jährlich nehmen 3300 Frauen und Männer diese unkomplizierte Soforthilfe in Anspruch. Die Beratung ist professionell, kostenlos und anonym. Im gleichen Jahr wird die Regionale Vereinigung Aargau-Solothurn ins Leben gerufen. In Biel und Bern startet das Projekt "Begleitetes Wohnen für Menschen mit einer Hirnverletzung".

2002

Gründung der Regionalen Vereinigung Zentralschweiz.

2001

Die "Académie FRAGILE Suisse" wird ins Leben gerufen, die Kurse für Menschen mit Hirnverletzung, Angehörige und Fachleute anbietet. Gedächtnistrainings zählen bis heute zu den wichtigen Kursangeboten der Académie, genau wie die Themen Bewegung, Umgang mit der ungewollten Veränderung, gezielte Alltagshilfe, Computertrainings und Persönlichkeitsentwicklung. Jedes Jahr werden zwischen 50 und 70 Kurse durchgeführt.

1999

Gründung der Regionalen Vereinigungen St. Gallen und Bern - Espace Mittelland.

1998

Im Wallis wird die Regionale Vereinigung gegründet.

1997

Der erste Beratungstelefondienst wird im April eingerichtet. FRAGILE Suisse zählt 4267 Mitglieder und das Bundesamt für Sozialversicherung anerkennt die gesamtschweizerische Vereinigung FRAGILE Suisse als Dachorganisation. In St. Gallen wird die erste Selbsthilfegruppe gegründet, in Basel die Regionale Vereinigung.

1996

Der SVHM tritt neu offiziell unter dem Namen "FRAGILE Suisse" auf. Die Organisation zählt inzwischen 3381 Mitglieder. Gründung des "Zürcher Vereins für Menschen mit Hirnverletzung".

1995

Die SVHM bezieht Geschäftsräumlichkeiten an der Beckenhofstrasse 70 in Zürich.

1994

Die Stiftung ZEWO verleiht dem SVHM das ZEWO-Gütesiegel. Erstmals erscheint das Magazin "FRAGILExtra". Die SVHM zählt 2389 Mitglieder.

1993

Die SVHM zählt 1681 Mitglieder.

1992

In Waadt wird ein Verein für Menschen mit Schädel-Hirntrauma gegründet. In der Zentralschweiz entsteht eine weitere Selbsthilfegruppe. 1039 Einzelpersonen und 44 juristische Personen sind Mitglied beim SVHM.

1991

Im Jura findet die erste Generalversammlung statt und in Basel, St. Gallen, Zürich und im Zürcher Oberland werden erste Selbsthilfegruppen für Angehörige und Betroffene ins Leben gerufen.

1990

Am 23. Juni wird die Schweizerische Vereinigung für hirnverletzte Menschen (SVHM) im Inselspital gegründet. Eine telefonische Beratung bildet das grösste Bedürfnis und in Biasca, in Lausanne und in Winterthur werden die telefonischen Auskunftsstellen stark beansprucht. Im gleichen Jahr wird die erste Informationstagung für Vertrauensanwälte durchgeführt. Ebenso wird eine Angehörigengruppe in Aarau gegründet.

1989

Vertreter dieser Selbsthilfegruppen, von Pro Infirmis, Neurologen und Neuropsychologinnen treffen sich und beschliessen, eine schweizerische Organisation ins Leben zur rufen. Das Ziel: Die Kräfte zu bündeln und die Lobby für Menschen mit einer Hirnverletzung und deren Angehörige zu stärken. In Genf wird ein Verein für Menschen mit Schädel-Hirntrauma gegründet.

1987

Frau Erika Schwob gründet mit ehemaligen Klassenkameraden den „Verein für hirnverletzte Menschen und ihre Angehörige und Freunde“ im kleinen Rahmen. Sie drucken die ersten Flyer für die Zielgruppe und gewinnen stetig neue Mitglieder.

Aufgrund reger Rückmeldungen und dem damit verbundenen Interesse am Thema Menschen mit Hirnverletzungen kann im Frühling 1987 die erste Selbsthilfegruppe in Bern gegründet werden. Kurz darauf folgen weitere Gründungen in Zürich, Luzern und in der Ostschweiz.

 

1986

Die Radiosendung „Handicap“ wird am 01.11.1986 auf DRS 2 ausgestrahlt. Die Psychologin Erika Schwob berichtet in ihrem Beitrag über die ungenügende medizinische Unterstützung für Menschen mit einer Hirnverletzung. Sie ruft Betroffene auf, sich per Hörertelefon oder Brief zu melden, um eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen.

 

Ab 1970

Der Strassenverkehr wächst sehr stark. Mit der Zunahme des Verkehrsvolumens steigt auch die Zahl der Unfälle im Strassenverkehr – und damit die Zahl der traumatischen Hirnverletzungen. Das Gesundheitssystem aber ist darauf nicht vorbereitet. Es fehlen Rehabilitationsplätze und spezialisierte Therapien. Unter Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten beginnt sich bald etwas zu bewegen und es entstehen mehrere kleinere Gruppierungen, die sich für Menschen mit Hirnverletzung einsetzen.