Mit sieben Jahren erlitt ich ein schweres Schädelhirntrauma. Gegen die damals entstandenen Behinderungen tue ich viel: Neben Physiotherapie trainiere ich beispielsweise im Fitnesszentrum oder gehe schwimmen. Dafür muss ich recht viel Zeit aufwenden. Velofahren dauert nur wenige Minuten. Ich mache es als Übung und bin der Meinung, dass eine kurze Fahrt so nützlich ist wie eine ganzes Fitnesstraining. Auf dem Trottoir zu fahren ist ungefährlich – das Auto, das in die Hauptstrasse einbiegen will, hält an… Plötzlich spürte ich einen Stoss und fand mich auf allen Vieren auf dem Boden wieder. Ich stand sofort auf und versicherte, mich gut zu fühlen. Doch jemand alarmierte den Notruf. Ich war sehr froh, dass ich schnell und unkompliziert ins Spital gebracht wurde. Ich hatte eine Hirnerschütterung erlitten. Ein Helm hätte das vielleicht verhindert. Doch weshalb sollte ich einen Velohelm besitzen aber kein eigenes Velo (das Velo gehörte der Schwester)? Im Frühling darauf schenkte mir Papa sowohl ein Velo als auch einen Velohelm zum Geburtstag. Ich fahre jetzt auf der Nebenstrasse. Doch ich trage immer den Velohelm weil ich weiss, dass jederzeit etwas passieren kann und ein Sturz ohne Fremdeinwirkung auch nicht ausgeschlossen ist. Das sollten alle tun.
Heidi V., Betroffene
