Zürich, 2. September 2026 – Alles war vorbereitet für den FRAGILE-Sponsorenlauf in Aarau am vergangenen Samstag, dem 29. August. Doch am Freitagmorgen zuvor zog ein heftiges Unwetter über die Stadt. Ein riesiger Baum stürzte auf die Tartanbahn im Leichtathletikstadion Schachen und blockierte die Laufstrecke. Für die Organisator:innen bedeutete das: umdenken, improvisieren und einen neuen Weg finden. Am Samstagmorgen gingen 109 Menschen trotzdem an den Start, legten gemeinsam 809 Kilometer zurück und sammelten dabei über 54’000 Franken für Menschen mit Hirnverletzung und ihre Angehörigen.
«Als ich am Abend vor dem Lauf hörte, dass ein Baum auf die Tartanbahn gefallen war, dachte ich sofort: Eigentlich passt das unglaublich gut zu FRAGILE», sagt Marianne Peter, Leiterin der Geschäftsstelle von FRAGILE Aargau/Solothurn Ost. «Bei einer Hirnverletzung ist es ähnlich: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr wie vorher. Plötzlich liegt ein Hindernis im Weg. Man muss einen neuen Weg finden, vielleicht einen Umweg machen und kommt manchmal etwas langsamer voran. Aber es geht weiter.»
Genau das geschah auch in Aarau. Trotz des umgestürzten Baums fanden die Organisator:innen eine Lösung und passten die Laufstrecke an. Am Samstagmorgen gingen 109 Teilnehmende zu Fuss und im Rollstuhl an den Start, um Spenden für Menschen mit Hirnverletzung und ihre Angehörigen zu sammeln und ein Zeichen für Inklusion zu setzen. Der Anlass wurde gemeinsam von FRAGILE Suisse und der Regionalvereinigung FRAGILE Aargau/Solothurn Ost organisiert und stand allen offen: Jung und Alt, zu Fuss oder im Rollstuhl – jede und jeder konnte die Strecke im eigenen Tempo zurücklegen.
Am Lauf waren Einzelpersonen, Ehepaare, Familien, Freundesgruppen und Arbeitskolleg:innen vertreten, darunter auch ein Team der Rehaklinik Bellikon und eines von Neurokern, dem Zentrum für Neurologie in Aarau. Viele der Teilnehmenden haben eine persönliche Verbindung zum Thema Hirnverletzung, wie beispielsweise Jörg Greb, Sportjournalist und selbst von einer Hirnverletzung betroffen. Für ihn war jede Runde auf der vertrauten Laufbahn etwas Besonderes:
«Ich drehe Runden auf meiner geliebten Leichtathletikpiste – aus Dankbarkeit dafür, wie viel Glück ich bei meiner Hirnquetschung hatte.»
Auch der junge Angehörige Kilian P. nahm am Lauf teil und sagte:
«Nicht jeder Kampf ist sichtbar. Darum ist jeder Schritt so wichtig. Ich laufe für meine Schwester und für alle Betroffenen, die jeden Tag neue Stärke zeigen.»
Was alle Teilnehmenden vereinte, war der Wunsch, einen Beitrag für eine bessere Lebensqualität von Betroffenen zu leisten. Dank des gemeinsamen Engagements wurden insgesamt 2’022 Runden zurückgelegt, was rund 809 Kilometern entspricht, und somit Spenden im Umfang von über 54’000 Franken erlaufen.
Die Einnahmen aus dem Lauf kommen den Angeboten von FRAGILE Aargau/Solothurn Ost und FRAGILE Suisse zugute. Diese richten sich an Menschen mit Hirnverletzung und ihre Angehörigen und umfassen unter anderem kostenlose Sozialberatung, Begleitetes Wohnen, Kurse und Selbsthilfegruppen.
Der Sponsorenlauf lebt vom Engagement vieler Menschen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgelaufen, mitgeholfen, unterstützt, gespendet oder mitgefiebert haben.
Medienkontakt
Viviane Kauflin-Lyoth
Leiterin Kommunikation, Marketing und Fundraising
FRAGILE Suisse
Badenerstrasse 696
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E-Mail: kauflin@fragile.ch
Telefon: 044 360 30 69
Gerne vermitteln wir Ihnen auf Anfrage Interviews mit Fachpersonen sowie Betroffenen. Bildmaterial senden wir Medienschaffenden ebenfalls gerne zu. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Über FRAGILE Suisse
FRAGILE Suisse ist die schweizerische Patienten- und Fachorganisation für Menschen mit Hirnverletzung und ihre Angehörigen. Gemeinsam mit ihren elf Regionalvereinigungen engagiert sie sich für die rund 130'000 Menschen, die in der Schweiz mit den Folgen einer Hirnverletzung leben. FRAGILE Suisse bietet Beratung, Begleitung und Kurse für Betroffene und Angehörige, schult Fachpersonen und setzt sich für die gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit Hirnverletzung ein. Zudem informiert und sensibilisiert die Organisation die Öffentlichkeit und fördert die Prävention.
