Dabei geht es auch um die Zukunft: Wie lässt sich das Risiko für einen weiteren Schlaganfall möglichst gering halten? Genau hier setzt die sogenannte Sekundärprävention an.
Was bedeutet Sekundärprävention?
Unter Sekundärprävention versteht man Massnahmen, die nach einem ersten Ereignis helfen sollen, ein weiteres zu verhindern. Nach einem Schlaganfall bedeutet das beispielsweise, persönliche Risikofaktoren zu kennen und gemeinsam mit medizinischen Fachpersonen geeignete Massnahmen zu treffen.
Denn ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Entsprechend sieht auch die Prävention bei jeder Person anders aus.
Die eigenen Risikofaktoren kennen
Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Risiko erhöhen.
Nicht alle Faktoren lassen sich selbst beeinflussen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam mit medizinischen Fachpersonen herauszufinden, welche Risiken persönlich relevant sind.
Dabei können regelmässige Kontrollen helfen. Blutdruck oder bestimmte Blutwerte lassen sich beispielsweise überprüfen. Auch Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern können eine Rolle spielen. Wer seine persönlichen Risikofaktoren kennt, kann gezielter etwas unternehmen.
Mehr zu den Risikofaktoren und Prävention finden Sie hier: Zum Artikel
Prävention ist Teamarbeit
Sekundärprävention bedeutet nicht, dass Betroffene allein dafür verantwortlich sind, einen weiteren Schlaganfall zu verhindern.
Medizinische Fachpersonen helfen dabei, Ursachen und Risikofaktoren zu erkennen und geeignete Massnahmen festzulegen. Angehörige können unterstützen, beispielsweise bei Terminen, Medikamenten oder Veränderungen im Alltag. Das Begleitete Wohnen von FRAGILE Suisse kann ebenfalls z. B. bei der Alltagsplanung unterstützen und in unserem Kursangebot finden Betroffene und Angehörige Möglichkeiten, körperlich und geistig aktiv zu bleiben. Die betroffene Person entscheidet stets selber, welche Schritte sie gehen möchte.
Nach dem Schlaganfall nach vorne schauen
Ein Schlaganfall kann vieles verändern. Gleichzeitig kann die Zeit danach auch eine Gelegenheit sein, die eigene Gesundheit neu in den Blick zu nehmen.
Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Nicht jeder Risikofaktor lässt sich beeinflussen und Veränderungen brauchen Zeit. Wichtig ist, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und Unterstützung anzunehmen.
Ein erster Schlaganfall muss nicht das letzte Ereignis sein. Sekundärprävention kann dazu beitragen, das Risiko für einen weiteren Schlaganfall zu reduzieren.
Wichtig: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Welche Massnahmen zur Vorbeugung eines weiteren Schlaganfalls sinnvoll sind, hängt von der Ursache des Schlaganfalls und der persönlichen Situation ab. Besprechen Sie dies mit Ihren behandelnden Fachpersonen. Medikamente sollten nicht selbstständig abgesetzt oder verändert werden. Auch bei Fragen zu Bewegung, Ernährung oder anderen Veränderungen des Lebensstils können medizinische Fachpersonen beraten.
