Zecken leben vor allem an Waldrändern, in der Nähe von Lichtungen oder im hohen Gras – also überall dort, wo Hundebesitzende gerne mit ihren Vierbeinern spazieren gehen. Auch Katzen, die nach draussen dürfen und frei herumstreifen, sind den Zecken ausgesetzt. Wenn Ihre Tiere nach Hause kommen, bringen sie diese Parasiten nicht selten mit. Es ist daher wichtig, sie nach der Rückkehr sorgfältig zu untersuchen. Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie eine Zecke an Ihrem Tier erkennen können.
Es gibt auch verschiedene vorbeugende Massnahmen gegen Zecken: Zeckenhalsbänder, Pipetten mit Abwehrmittel oder Kautabletten (nur für Hunde). Zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt um Rat zu fragen.
Katzen
Zecken können Krankheiten wie Borreliose auf Katzen übertragen. Allerdings erkranken Katzen seltener daran als Hunde oder Menschen. Im Allgemeinen handelt es sich bei der Übertragung von Krankheiten durch Zecken auf Katzen um Einzelfälle – betroffen sind nur Tiere mit geschwächtem Immunsystem.
Bei Katzen suchen sich diese blutsaugenden Parasiten vor allem Stellen aus, an denen die Haut dünn ist und das Fell spärlich wächst. Nach jedem Ausflug Ihrer Katze sollten Sie genau hinschauen und das Fell Ihres vierbeinigen Lieblings nach Zecken absuchen. Damit verhindern Sie, dass sich diese auf Ihrem Tier oder in Ihrem Zuhause einnisten. Katrin F. erkrankte vor zwei Jahren an einer Meningoenzephalitis, die durch den Stich einer der Zecken ausgelöst wurde, die ihre Katzen im Frühjahr mit nach Hause gebracht hatten.
Die Symptome dieser Krankheiten können bei Katzen mehrere Wochen bis mehrere Monate nach einem Zeckenstich auftreten. Sie sind sehr vielfältig und reichen von Fieber, Lahmheit und Anämie bis hin zu geschwollenen Lymphknoten. Wenn verdächtige Anzeichen auftreten, sollten Sie Ihr Tier unverzüglich zum Tierarzt bringen.
Hunde
Hunde werden häufiger von Zecken gestochen als Menschen. Das ist nicht verwunderlich, da sie bei ihren Spaziergängen in der Regel lieber die Umgebung erkunden, anstatt auf den markierten Wegen zu bleiben. Bei ihren Streifzügen kommen Hunde daher regelmässig in zeckenreiche Gebiete. Im Vergleich zu Katzen sind sie sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an einer Krankheit wie Borreliose oder FSME zu erkranken.
Symptome wie Fieber oder Appetitlosigkeit lassen noch nicht auf eine Borreliose schliessen. In der Regel treten jedoch einige Monate später Gelenkentzündungen auf und der Hund beginnt zu humpeln. In seltenen Fällen betreffen die Symptome auch Organe wie Herz oder Nieren. Bei Verdacht auf Borreliose können Sie bei Ihrem Tierarzt einen Test anfordern. Bestätigt sich der Verdacht und sind andere Erkrankungen ausgeschlossen, wird eine Antibiotikabehandlung eingeleitet.
Eine Zecke von Ihrem Haustier entfernen:
- Verwenden Sie vorzugsweise eine Zeckenzange oder eine kleine Pinzette.
- Schieben Sie das Fell leicht zur Seite und achten Sie darauf, dass Sie mit dem Werkzeug keine Haare ausreissen.
- Verwenden Sie zum Entfernen der Zecke weder Alkohol noch Öl oder Klebstoff, da diese dazu führen könnten, dass Krankheitserreger schneller in den Blutkreislauf Ihres Vierbeiners gelangen.
- Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie die Zecke richtig entfernen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
- Auch nach dem Entfernen der Zecke sollten Sie aufmerksam bleiben. Wenn die Einstichstelle in den Tagen nach dem Entfernen der Zecke anschwillt oder Ihr Tier Symptome zeigt, sollten Sie Ihren Tierarzt konsultieren.
Quellen:
- https://www.fressnapf.ch/de/magazin/hund/gesundheit/zeckenbiss/
- https://zecken-stich.ch/zecken-bei-hunden/
- https://www.anifit.ch/blog/zecken-bei-katzen-und-hunden-fragen-und-antworten
