Nach dem Schlaganfall: Was nun?

Mit dem Austritt aus dem Spital oder der Reha ist der Weg noch nicht zu Ende. Für viele Betroffene und Angehörige beginnt jetzt eine neue Phase: Wie geht es weiter? Was ist im Alltag wieder möglich? Welche Unterstützung gibt es?

Mit dem Austritt aus dem Spital oder der Reha ist der Weg noch nicht zu Ende. Für viele Betroffene und Angehörige beginnt jetzt eine neue Phase: Wie geht es weiter? Was ist im…

Zu Hause zeigt sich oft erst, welche Auswirkungen ein Schlaganfall auf das tägliche Leben hat. Einkaufen, Kochen, Haushalt, Termine oder die Rückkehr an den Arbeitsplatz können plötzlich viel Energie kosten oder sogar unmöglich sein. Auch unsichtbare Folgen wie Erschöpfung, Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme können den Alltag erschweren.

«Du siehst doch wieder gut aus» bedeutet nicht automatisch, dass wieder alles wie vorher ist.

Unterstützung für den neuen Alltag

Nach dem Spital- oder Reha-Aufenthalt tauchen häufig neue Fragen auf: zu Arbeit, Sozialversicherungen, Wohnen, Finanzen oder Unterstützung im Alltag. Manchmal ist dabei gar nicht klar, an wen man sich wenden kann.

Hier unterstützt FRAGILE Suisse mit verschiedenen Angeboten:

Die LOTSE-Sozialberatungbegleitet Menschen mit Hirnverletzung möglichst früh beim Übergang von der stationären Behandlung in die Nachsorge. Die Fachpersonen helfen, die Situation zu ordnen, Angebote und Stellen zu koordinieren und gemeinsam nächste Schritte zu planen. Bei Bedarf kann die Begleitung längerfristig weitergeführt werden. Die Beratung ist kostenlos.

Die kostenlose Helplinebietet eine erste, niederschwellige Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen. Die Sozialberaterinnen beantworten Fragen rund um Hirnverletzungen, etwa zu Sozialversicherungen, Arbeit, Rehabilitation, Wohnen und Unterstützungsmöglichkeiten. Bei Bedarf vermitteln sie an weitere Fachstellen.

Helpline: 0800 256 256, Montag bis Freitag, 10 bis 13 Uhr
Fragen können auch per E-Mail an helpline@remove-this.fragile.ch gestellt werden.

Auch Angehörige sind betroffen

Ein Schlaganfall verändert oft auch den Alltag der Angehörigen. Sie übernehmen möglicherweise neue Aufgaben, machen sich Sorgen oder müssen Beruf und Familie neu organisieren.

Auch sie können sich an FRAGILE Suisse wenden. Die Beratungsangebote stehen ausdrücklich Betroffenen und Angehörigen offen. Zudem findet im November ein Seminar von XUND statt, das sich speziell an Angehörige richtet: mehr dazu

Schritt für Schritt

Nach einem Schlaganfall muss nicht alles sofort wieder funktionieren. Vielleicht braucht es mehr Pausen, Anpassungen zu Hause oder eine schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz. Vielleicht braucht es auch eine andere Lösung.

Entscheidend ist herauszufinden, was möglich ist und welche Unterstützung dafür gebraucht wird. FRAGILE Suisse und ihre Regionalvereinigungen bieten dafür neben Beratung und LOTSE unter anderem Peer-Beratung, Kurse und Gesprächsgruppen an.

Der Weg zurück in den Alltag verläuft bei jedem Menschen anders. Es geht nicht immer darum, möglichst schnell wieder so zu leben wie vor dem Schlaganfall. Es geht darum, einen Alltag zu finden, der wieder Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe ermöglicht. Dabei muss niemand mit seinen Fragen und Unsicherheiten alleine bleiben.

Wichtig: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Welche Behandlung, Rehabilitation oder Unterstützung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab und sollte mit den zuständigen Fachpersonen besprochen werden.

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