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Kleine Schritte, grosse Wirkung: So können Sie Ihren Lebensstil verändern

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko für einen Schlaganfall zu senken. Doch wer sich vornimmt, ab morgen alles anders zu machen, steht schnell vor einer langen Liste: mehr Bewegung, gesünder essen, weniger Alkohol, mit dem Rauchen aufhören, Stress reduzieren, mehr schlafen. Das kann überfordern.

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko für einen Schlaganfall zu senken. Doch wer sich vornimmt, ab morgen alles anders zu machen, steht schnell vor einer langen…

Deshalb muss nicht alles auf einmal passieren. Kleine Veränderungen können viel bewirken. Wichtig ist, dass sie zum eigenen Alltag passen und sich langfristig umsetzen lassen.

Nicht alles auf einmal

Wer seine Gewohnheiten verändern möchte, muss nicht von heute auf morgen sein ganzes Leben umstellen. Oft ist ein kleiner Schritt einfacher und nachhaltiger als eine grosse Veränderung.

Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, jeden Tag zehn Minuten spazieren zu gehen. Wenn das gut funktioniert, können daraus später 15 oder 20 Minuten werden. Oder ersetzen Sie zunächst ein zuckerhaltiges Getränk pro Tag durch Wasser oder ungesüssten Tee.

Auch wenn es einmal nicht klappt, ist das kein Grund aufzugeben. Ein Tag mit wenig Bewegung oder einer weniger ausgewogenen Mahlzeit macht die bisherigen Bemühungen nicht zunichte. Am nächsten Tag kann es weitergehen.

Mehr Bewegung in den Alltag bringen

Regelmässige Bewegung ist gut für die Gesundheit und kann dazu beitragen, Risikofaktoren für einen Schlaganfall positiv zu beeinflussen. Dafür muss man nicht unbedingt Sport treiben. Auch Bewegung im Alltag zählt.

Das können Sie ausprobieren:

  • Eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest zu Fuss gehen.
  • Für kurze Strecken das Velo nehmen (Helm nicht vergessen!) oder zu Fuss gehen.
  • Beim Telefonieren aufstehen und ein paar Schritte gehen.
  • Wenn möglich die Treppe statt den Lift nehmen.
  • Einen kurzen Spaziergang zu einem festen Bestandteil des Tages machen.
  • Eine Bewegungsform wählen, die Ihnen Freude macht. Was gerne gemacht wird, lässt sich leichter in den Alltag integrieren.

Beim Essen kleine Veränderungen machen

Auch bei der Ernährung braucht es keine radikale Umstellung. Eine ausgewogene Ernährung lässt sich Schritt für Schritt entwickeln.

Zum Beispiel:

  • Zu den Hauptmahlzeiten Gemüse oder Früchte einplanen.
  • Öfter Vollkornprodukte wählen.
  • Anstatt Fleischerzeugnissen wie Wurst z. B. eine Pouletbrust geniessen und auch pflanzliche Eiweissquellen ausprobieren.
  • Beim Kochen etwas weniger Salz verwenden.
  • Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel nicht täglich essen.
  • Wasser oder ungesüssten Tee als Standardgetränk wählen.

Es geht nicht darum, auf alles zu verzichten. Entscheidend ist, was im Alltag insgesamt überwiegt.

Weniger ist manchmal mehr

Auch beim Alkohol kann eine kleine Veränderung ein erster Schritt sein. Wer regelmässig Alkohol trinkt, kann beispielsweise einzelne alkoholfreie Tage einführen oder bei einem Anlass bewusst weniger trinken.

Wer raucht, kann sich Unterstützung für einen Rauchstopp holen. Auch hier gilt: Es muss nicht alles alleine geschafft werden. Unterstützung kann helfen, eine Veränderung langfristig umzusetzen.

Den eigenen Blutdruck kennen

Bluthochdruck gehört zu den wichtigen Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Gleichzeitig bleibt er häufig unbemerkt. Deshalb kann es sinnvoll sein, den eigenen Blutdruck regelmässig kontrollieren zu lassen.

Ein einfacher Schritt: Fragen Sie bei Ihrem nächsten Arzt- oder Apothekenbesuch nach Ihrem Blutdruck. Wenn die Werte auffällig sind, können Sie mit einer Fachperson besprechen, was als Nächstes sinnvoll ist.

Was ist Ihr nächster kleiner Schritt?

Schlaganfallprävention bedeutet nicht, von heute auf morgen ein völlig neues Leben zu führen. Es geht darum, Gewohnheiten Schritt für Schritt zu verändern.

Fragen Sie sich deshalb nicht: «Was müsste ich alles ändern?» Überlegen Sie lieber: «Was ist eine kleine Veränderung, die ich ab heute ausprobieren kann?»

Vielleicht sind es zehn Minuten Bewegung mehr, ein zusätzliches Gemüse auf dem Teller, ein alkoholfreier Tag oder eine Blutdruckkontrolle.

Viele kleine Schritte können sich mit der Zeit zu einer grösseren Veränderung entwickeln. Und vielleicht ist genau deshalb der kleinste Schritt derjenige, mit dem sich am besten beginnen lässt.

Und was passiert, wenn ein Schlaganfall trotzdem eintritt?

Auch wenn man alles richtig macht, lässt sich ein Schlaganfall nicht immer verhindern. Darum ist es wichtig, dass Sie mit den Symptomen eines Schlaganfalls vertraut sind. Dabei hilft das BE-FAST-Modell – mehr Informationen hier. 

Holen Sie sich früh genug Unterstützung. FRAGILE Suisse steht Ihnen zur Seite, damit der Übergang von Spital/Reha nach Hause gut klappt und keine wichtigen Versicherungsthemen liegen bleiben. Auch wenn das Ereignis schon länger zurückliegt, kann Unterstützung auf dem weiteren Weg wichtig sein. Hier finden Sie Informationen zu unseren Angeboten.

Wichtig: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Sie Fragen zu Ihrem persönlichen Schlaganfallrisiko, zu Medikamenten oder zu einer bestehenden Erkrankung haben, wenden Sie sich an eine medizinische Fachperson.

 

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